Ein Projekt des künstlerischen Fotografen ist das
im Mai 2005 eröffnete Stelenfeld in Berlin. Dieses,
dem Holocaust gewidmete Mahnmal des Architekten
Peter Eisenmann, enthält 2711, leicht geneigte,
Betonquader (Stelen), die auf einer Fläche
von über 19000 m² platziert sind.
„Das Stelenfeld ist
das einzige Mahnmal der Welt, in dem Menschen
verschwinden.“
Diese Aussage veranlasste ihn dazu,
sich mit dem tiefsinnig und zugleich historisch anspruchsvollen
Thema auseinander zu setzen und der
einzigartigen Gedenkstätte eine komplette Bilderserie
zu widmen. Alle seine Werke werden von einem
einheitlichen Leitfaden durchzogen, am Beispiel
dieses Projekts: „Die Faszination des Verschwindens“ wird durch die verschiedenen grafischen Interpretationen
des Stelenfeldes zum Ausdruck gebracht.
Benjamin Burkard, Der Würzburger 2008